Titel
6. BODAN-RAIL 2020 - Türe zur Vision eines künftigen Hochleistungsverkehrs

Das Bodangebiet liegt mitten in einer Masche des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Die Ziele, diese Masche mit einem neuen Hochleistungskorridor zu verfeinern, die Fahrzeit zwischen München und Zürich sowie zwischen Stuttgart und Zürich zu verkürzen und der Region Bodan einen schnellen Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz zu geben, führte zu einem Planungskorridor durch den Bodensee. Ein umfassender Variantenvergleich müsste jedoch erst aufzeigen, ob diese Variante in allen Belangen ein Optimum darstellt. Dazu ist die Linienführung bezüglich der baulichen Machbarkeit und der Einbindung der Knoten noch genauer zu untersuchen.

Erste Nachfrageabschätzungen ergeben, dass eine solche Investition von mehreren Milliarden Euro keinen Sprung in der Nachfrage auslöst. Erst der Nachweis einer gesteigerten europaweiten Netzwirkung oder der Bedarf nach einer neuen Zufahrtsstrecke zu den Alpentunnels für den schnellen Schienengüterverkehr wird in Zukunft eine solche Investition rechtfertigen.

Hochleistungskorridor
Bild 15: Hochleistungskorridor im Bodan-Gebiet

Eine neue Hochleistungsverbindung Ulm - Zürich ist eine kompatible Weiterentwicklung zum Angebotskonzept BODAN-RAIL 2020. Die dafür getätigten Investitionen erbringen auch in Kombination mit dem optimierten Netz ihren Nutzen, da die übergeordnete Knotenstruktur weitgehend erhalten bleibt.